StartseiteZusammen lernen, in und zwischen Generationen

StartseiteZusammen lernen, in und zwischen Generationen

Zusammen lernen, in und zwischen Generationen

Apprendre ensemble dans et à travers les générations

Learning together within and across generations

*  *  *

Veröffentlicht am vendredi, 21. octobre 2016

Zusammenfassung

Ce numéro de Bildungsforschung interroge les apprentissages dans leur relation les générations. Bildungsforschung est une revue allemande qui est reconnue par l’Agence d'évaluation de la recherche et de l'enseignement supérieur (AERS) comme qualifiante dans la section 70 du CNU. Les articles seront expertisés en double aveugle. Ce numéro accueillera des communications en français, anglais et allemand.

Inserat

Präsentation

Man lernt immer selbständig aber niemals alleine. Der „andere“ und das Umfeld spielen ebenso eine zentrale Rolle wie die individuelle Lebenslage Seit der Antike wird das Leben in drei normative Phasen unterteilt (Kindheit, Erwachsenenalter, Alter).

Sie haben die Strukturierung von erziehungswissenschaftlichen Subdisziplinen beeinflusst (Pädagogik, Andragogik, Gerontagogik). Die Lernenden werden dabei u.a. aufgrund der Generationenzugehörigkeit kategorisiert. Der Begriff Generation wird hier weit gefasst. Seine Definition hängt von den von den Autoren verwendeten Variablen ab (Kinder/Eltern/Großelterngeneration, 68er, Generation X, Y etc.). Die Anzahl der gleichzeitig lebenden Generationen erhöht sich mit der zunehmenden Lebenserwartung. Diese Ausgabe fragt nach der spezifischen Positionierung der Lernenden innerhalb einer Generation und dem Einfluss derselben auf Lernprozesse, für die auch andere Generationen eine Rolle spielen.

Diese Thematik könnte mit folgenden Fragestellungen angegangen werden.

  • Was charakterisiert die Beziehung von Lernenden aus unterschiedlichen Generationen bzw. von Lernenden einer Generation?
  • Welches Folgen hat das für den Lernprozess?
  • Was lässt sich über die Auswirkung der Identifizierung mit einer Generation auf Lernprozesse sagen?

Diese Fragen können in Zusammenhang mit den am Lernprozess Beteiligten, der Lernpraxis, aber auch den Lernmaterialien bearbeitet werden.

Die Beiträge können die Thematik in einem weiten Blickwinkel behandeln und dabei unterschiedliche Lernfelder (Schule, Arbeit, Freizeit, Freiwilligenarbeit, Gesundheit etc.) adressieren sowie sich aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen speisen.

Im Rahmen der Thematik „Zusammen lernen, in und zwischen Generationen“, können die Beiträge folgende Themenfelder und Konzepte behandeln:

Die Themenfelder:

Schule

  • Wie lernen wir zusammen in der Schule generationenübergreifend?
  • Was lernen die Schüler von den Lehrpersonen?
  • Was lernen die Lehrpersonen von den Schülern?
  • Inwiefern erleichtert die entsprechende Unterrichtsgestaltung das „miteinander Lernen“, oder nicht?

Die Universität.

  • Inwiefern erleichtert oder erschwert universitäre Lehre das generationsübergreifende Lernen?
  • Welche Methoden unterstützen das Zusammenlernen, in und zwischen Generationen?
  • Dieses Feld schließt auch den Erwerb von Forschungskompetenz in der Beziehung zwischen Doktorand und Doktorvater mit ein.

Die Organisationen.

  • Wie verlaufen Lernprozesse zwischen und innerhalb von Generationen in den Organisationen (Betrieb, Verein etc.)?
  • Welche Materialien bestehen in den Organisationen für den Kompetenz- und den Erfahrungsaustausch?

Communities of practice.

  • Was bedeutet „zusammen lernen“ innerhalb von Communities of practice?
  • Welche Dispositive unterstützen das Lernen unter Gleichen?
  • Welcher Zusammenhang besteht zur Intergenrationsthematik innerhalb der Praxisgruppen?

Erwachsenenbildung.

  • Wie werden die Generationsfragen in der Erwachsenenbildung angegangen?
  • Wie wird im Spannungsfeld zwischen verschiedenen Biografien und Lebenslagen „zusammen gelernt“?

Altersklassenspezifische Aktivitäten.

  • Welche Art von Bildungsangeboten werden für Menschen im Ruhestand entwickelt (z.B. im Umgang mit Kommunkationstechnologien, Sturzprävention)?
  • Welche Bedeutung wird dem Zusammenlernen und der Generationenzugehörigkeit in diesen Lernprozessen beigemessen?
  • Gibt es Besonderheiten in der Art wie die älteren Erwachsenen zusammen lernen?
  • Welche Bedeutung wird dem Zusammenlernen, in und zwischen den Generationen in Freizeit- und kulturellen Aktivitäten beigemessen?

Familiäre Beziehungen.

  • Die Familie als natürlicher Ort der intergenerationellen Begegnungen bietet eine Vielzahl von Beziehungssituationen, wie jene zwischen Großeltern und Enkeln, zwischen Eltern und Kindern oder den Kindern und ihren Pflegebedürftigen Eltern.

Die Konzepte und Begriffe:

  • Zentrale Konzepte und Begriffe können hinterfragt und vertieft werden.
  • Eine vergleichende Perspektive zwischen unterschiedlichen Kultur- und Sprachräumen wäre besonders interessant.

Die folgenden Elemente könnten dabei als Vergleichshorizonte dienen:

  • Die Kriterien und Variablen die das Lernen in den verschiedenen Lebensaltern beeinflussen.
  • Die theoretische Verortung der Unterschiede beim Lernen in den verschiedenen Lebensphasen.
  • Die Auswirkungen dieser möglichen Unterschiede auf die Beziehung von Lernenden.
  • Die Unterschiede im Zusammenhang mit intellektuellem, Erfahrungs- und existentiellem Lernen.
  • Der Einfluss auf die Bildungsdispositive und Lernarten (geleitet, selbstgesteuert).
  • Der Einfluss der Konzepte auf die Beziehung zwischen Lernenden.

So z.B. Konzepte wie

  • „lernen“ (D);
  • „formation“ (F);
  • „Bildung“ (D);
  • „learning“ (E);

Einzelstehend oder mit der Vorsilbe „selbst“.

Die Ausgabe ist trans- und interdisziplinär sowie trans- und international angelegt, mit Beiträgen in Englisch, Deutsch und Französisch.

Um die Essenz der Texte auch jenen Lesern zugänglich zu machen die nicht über die nötigen Sprachkompetenzen verfügen, liefern die Autoren mit den Beiträgen eine hochwertige und substantielle Zusammenfassung (1 Seite) in den drei Sprachen.

Wissenschaftliche Leitung

  • Dominique Kern, MCF HDR en Sciences de l’éducation, Université de Haute Alsace dominique.kern@uha.fr
  • Nathanaël Wallenhorst, MCF en Sciences de l’éducation, Université Catholique de l’Ouest nathanael.wallenhorst@uco.fr

Zeitplan

  • 10 janvier 2017 : Empfang von Texten (30 000 signes)

  • 28 février 2017 : Zurück zur Autoren (double-blind)
  • 31 mars 2017 : Senden der geänderten Texte
  • 30 avril 2017 : Veröffentlichung online

Dieses Volumen ist transnationale und enthält Beiträge in Deutsch, Französisch und Englisch.


Daten

  • mardi, 10. janvier 2017

Schlüsselwörter

  • apprentissage, intergénération, génération

Kontakt

  • Nathanaël Wallenhorst
    courriel : nathanael [dot] wallenhorst [at] uco [dot] fr

Informationsquelle

  • Nathanaël Wallenhorst
    courriel : nathanael [dot] wallenhorst [at] uco [dot] fr

Zitierhinweise

« Zusammen lernen, in und zwischen Generationen », Beitragsaufruf, Calenda, Veröffentlicht am vendredi, 21. octobre 2016, https://calenda-formation.labocleo.org/380394

Beitrag archivieren

  • Google Agenda
  • iCal
Suche in OpenEdition Search

Sie werden weitergeleitet zur OpenEdition Search